19. Mai 2003

Hochverrats-Prozess gegen 22 weiße Extremisten in Südafrika

Unter scharfen Sicherheitsmaßnahmen hat am 19. Mai in Südafrika ein Hochverrats-Prozess gegen 22 rechtsextreme weiße Extremisten begonnen. Sie sind angeklagt, als Mitglieder einer so genannten Boeremag (Burenmacht) Terror- und Sabotageakte sowie Anschläge auf prominente Politiker wie Ex-Präsident Nelson Mandela geplant und teilweise auch durchgeführt zu haben.

Ihr Ziel war die Schaffung von rassistischer Gewalt, um neun Jahre nach dem Ende des Apartheidsystems am Kap einer rein weißen Republik den Weg zu ebnen. Bei einer Serie von Sprengstoffanschlägen im vergangenen Jahr war in Soweto (Johannesburg) eine Frau ums Leben gekommen.

Die Anschläge hatten statt der erhofften Wirkung landesweit einen allgemeinen Solidarisierungseffekt von Schwarz und Weiß mit der Regierung von Präsident Thabo Mbeki zur Folge, die die Anschläge als Verzweiflungstaten einiger weniger Ewiggestrigen bezeichnete. Das Verfahren stützt sich auf 369 Zeugen und 600 Zeugenaussagen. Ein 23. Angeklagter hatte sich vergangenen Freitag als schuldig bekannt und als Zeuge der Anklage eine achtjährige Haftstrafe erhalten.

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URL: http://www.sadocc.at/news/2003-152.shtml
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