November 9, 2005

ÖGB protestiert gegen Verhaftung von GewerkschaftsführerInnen

Gegen die Verhaftung von 120 AktivistInnen des Zimbabwe Congress of Trade Unions (ZCTU) durch die Polizei in Harare protestierte namens des Österreichischen Gewerkschaftsbundes die Leitende Sekretärin Roswitha Bachner auf das Schärfste. Die Verhafteten, unter ihnen der Vorsitzende des ZCTU, Lovemore Matombo, sowie Generalsekretär Wellington Chibebe, befanden sich vier Tage in Polizeigewahrsam. Zuvor hatte der Gewerkschaftsbund eine Serie von Demonstrationen in allen Landesteilen gegen die katastrophale soziale Situation und die Wirtschaftspolitik der Regierung Mugabe begonnen.

Unter den Verhafteten befinden sich mindestens fünf Frauen mit Babies. Bisher unbestätigten Berichten zufolge sollen Wellington Chibebe und einige andere KollegInnen in der Nacht schwer gefoltert worden sein. Chibebe hatte sich vor zwei Jahren im Rahmen einer
gewerkschaftlichen Delegation in Österreich aufgehalten und steht seither mit dem ÖGB in regelmäßigem Kontakt.

Roswitha Bachner: "Angesichts der gescheiterten Landreformpolitik Zimbabwes, der Zwangsumsiedlung von hunderttausenden SlumbewohnerInnen und der Beschneidung demokratischer Rechte ist die Gewerkschaftsbewegung von Zimbabwe zur legitimen Sprecherin der verarmten Bevölkerung geworden. Es ist untragbar, wenn die Regierung
von Staatspräsident Mugabe jetzt versucht, ihren legitimen Protest mit polizeistaatlichen Mitteln zu ersticken. Der ÖGB protestiert auf das Schärfste gegen die Inhaftierung der demonstrierenden GewerkschafterInnen."

Die Inhaftierten sind in der Zwischenzeit aus der Haft entlassen worden. (ÖGB)

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URL: http://www.sadocc.at/news/2005/2005-238.shtml
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