20.10.2009

Simbabwes Präsident unbeeindruckt von Boykott des Koalitionspartners.

Mugabe spricht von "unnötiger Aufregung" - Einheitsregierung auf der Kippe

Der simbabwische Präsident Robert Mugabe zeigt sich unbeeindruckt von der Krise seiner Einheitsregierung. Sein Sprecher George Charamba sprach in der staatlichen Zeitung "The Sunday Mail" von einer "unnötigen Aufregung" des Koalitionspartners Morgan Tsvangirai. Mugabe sei mit der Vermittlung von Stipendien und mit der Begrüßung von Fußballspielern beschäftigt und werde sich wohl "zur rechten Zeit" um die Angelegenheit kümmern.

Ministerpräsident Morgan Tsvangirai hatte am Freitag zumindest vorläufig die Zusammenarbeit mit Mugabes Partei ZANU-PF aufgekündigt.
Die ZANU-PF reagierte gleichgültig.

Aus Protest gegen Menschenrechtsverletzungen und einseitiges Vorgehen der ZANU-PF will Tsvangirais Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) nicht mehr an Kabinettssitzungen teilnehmen oder in der Exekutive mit der Partei Mugabes zusammenarbeiten. Ausschlaggebender Grund war nach Angaben Tsvangirais auch die "politische Verfolgung"
eines ranghohen Beraters.

Der langjährige Oppositionsführer Tsvangirai hatte sich nach einer umstrittenen Präsidentenwahl, einem erbitterten Machtkampf und langwierigen internationalen Vermittlungsbemühungen im Februar auf die Bildung einer Einheitsregierung mit Mugabe eingelassen. Das südafrikanische Land war unter der jahrzehntelangen Herrschaft Mugabes zuletzt dramatisch verarmt. (All Africa)

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URL: http://www.sadocc.at/news/2009/2009-148.shtml
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