22. Oktober 2012

Wahlvorschläge für SWAPO-Parteikongreß

Im Vorfeld der Parlaments- und Präsidentschaftswahlen (2014) hat das Hauen und Stechen um die Führung der SWAPO und somit des Landes begonnen. Auf der Sitzung des Zentralkomitees dieser Partei am Wochenende in Windhoek wurden acht Kandidaten für die vier Spitzenpositionen nominiert. Eine Entscheidung fällt auf dem Parteikongress in sechs Wochen.
Wie SWAPO-Generalsekretärin Pendukeni Iivula-Ithana gestern (23. Oktober) Nachmittag in Windhoek erklärte, habe es für die Position des Parteipräsidenten nur eine Nominierung gegeben: Hifikepunye Pohamba soll also SWAPO-Präsident bleiben, während er das Amt des Staatsoberhauptes nach Ende der zweiten Legislatur abgeben wird. Für diese Nachfolge hat erfahrungsgemäß der Partei-Vize die besten Chancen – eine hoch begehrte Position, denn dafür gab es gleich drei Nominierungen: Hage Geingob (derzeitiger Vizepräsident sowie Minister für Handel und Industrie), Pendukeni Iivula-Ithana (derzeit Generaklsekretärin sowie Justizministerin) und Jerry Ekandjo (Minister für Regional- und Lokalverwaltung, Wohnungsbau und ländliche Entwicklung).
Wie Iivula-Ithana weiter mitteilte, habe es zwei Nominierungen für ihre jetzige Position als Generalseskretär gegeben: Nangolo Mbumba (derzeit Vize-Generalsekretär sowie Minister für Innere Sicherheit, Polizei und Strafvollzug) und Utoni Nujoma (Außenminister). Für die Position des Vize-Generalsekretärs seien indes Laura McLeod-Katjirua (Gouverneurin der Omaheke-Region) und Abraham Iyambo (Vorsitzender der Partei-Ideenschmiede „Think Tank“ sowie Bildungsminister) nominiert worden.
Die Abstimmung über die Kandidaten und somit die vier Top-Positionen finde auf dem 5. Parteikongress statt, der vom 29. November bis 2. Dezember in Windhoek ausgerichtet werde, kündigte Iivula-Ithana an.
Überdies habe das Zentralkomitee die Notwendigkeit einer vereinten Partei unterstrichen, sagte Iiviula-Ithana abschließend. Dahingehend hatte sich bereits SWAPO-Präsident Pohamba auf der Sitzung geäußert. Eine Spaltung der SWAPO würde „die Partei schwächen“ und „für sozio-ökonomische Instabilität im Land sorgen“, sagte Pohamba. (Allgemeine Zeitung, Windhoek)

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