Radio Indaba

Im aktuellen Radio Indaba #2 kommt die zimbabwische Schriftstellerin, Filmemacherin und Aktivistin Tsitsi Dangarembga zu Wort. Sie zählt schon seit einigen Jahrzehnten zu den wichtigsten und kritischsten intellektuellen Stimmen Afrikas. Sie war heuer Ehrengast des Literaturfestivals „Literatur im Nebel“, das am 11. und 12. Oktober in Heidenreichstein im Waldviertel stattfand. Radio Indaba war vor Ort und wir hatten die einmalige Gelegenheit, ein Interview mit Tsitsi Dangarembga zu führen. Danach genossen wir das vielfältige Programm des Festivals, in dem ihre Werke performt, gefeiert und besprochen wurden. In diesen verhandelt die Autorin verschiedene gesellschaftskritische Themen, allen voran feministische Anliegen, die Rechte von Frauen und deren Stellung in der Gesellschaft. Ausgangspunkt ihrer Auseinandersetzungen ist stets der Blick auf politische und gesellschaftliche Zustände in ihrem Heimatland Zimbabwe. Dangarembga versteht es dabei jedoch, gekonnt das Regionale mit dem Globalen zusammenzudenken und diskutiert so auch immer das Verhältnis zwischen Afrika und dem globalen Norden, globale Ungleichheit(en) und koloniale Strukturen, die heute immer noch und immer wieder wirken.
Wir senden Ausschnitte aus unserem Interview mit der Autorin sowie einige Mitschnitte der Veranstaltung in Heidenreichstein.

Davor bringen wir im Indaba-„Journal“ Ausschnitte einer Veranstaltung der SADOCC (Dokumentations- und Kooperationszentrum Südliches Afrika), die am 17. Oktober in der SADOCC-Bibliothek stattfand. Zu Gast war der südafrikanische Botschafter in Wien, Rapulane Molekane. Unter dem Motto „Tour d’Horizon South Africa“ sprach er mit den versammelten Zuhörer*innen über verschiedene aktuelle Themen aus Südafrika. Unter anderem auch über die Bedeutung internationaler Solidaritäten:

Zur Sendereihe Radio Indaba
– zu hören alle 2 Monate am 1. Dienstag des Monats auf Radio Orange, ort findet ihr auch die kommenden Sendetermine.

Indaba bedeutet übersetzt aus dem isiZulu ‚Neuigkeit‘ oder ‚Gespräch‘.

Radio Indaba richtet alle zwei Monate das Spotlight auf aktuelle Themen, Neuigkeiten und Entwicklungen im südlichen Afrika. Wir berichten darüber und sprechen mit beteiligten Akteurinnen und Expertinnen, die uns wertvolle Perspektiven geben, die in der medialen Berichterstattung sonst zu wenig oder gar keinen Platz bekommen.

Auf Radio Indaba möchten wir vielen verschiedenen Themen Platz geben: Von Politik und Gesellschaft über Kunst und Kultur bis hin zu Wirtschaft und Ökologie: Wir sprechen darüber. Auch die Beziehungen zwischen Österreich/Europa und dem südlichen Afrika betrachten wir auf dieser Sendereihe. Fragen der globalen Ungleichheit und globaler Gerechtigkeit sind stets Leitmotive unserer kritischen Betrachtung. Zu guter Letzt ist Radio Indaba auch eine Plattform für Geschichten von Menschen aus dem südlichen Afrika, die in Wien und Österreich leben.

Wir möchten einen Beitrag zur Medienlandschaft leisten, der gängige mediale Narrative über Afrika aufbricht und eine vollständigere, fairere und realitätsnähere Perspektive auf diese Zusammenhänge bietet. Für Radio Indaba ist es ein großes Anliegen, nicht in erster Linie ÜBER das südliche Afrika zu berichten, sondern vor allem Stimmen AUS dem südlichen Afrika eine Plattform zu bieten, und ein differenzierteres Bild afrikanischer Zusammenhänge zu fördern, in dem auch positiven Entwicklungen der Raum gegeben wird, den sie eigentlich verdienen.